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Akte Luftballon: Stefanie Wally erzählt deutsch-deutsche Geschichte

Diese inspirierende Freundschaft sowie Wallys Appell zur Stärkung der Demokratie bot uns einen einzigartigen Einblick in die Geschichte, den wir noch lange in Erinnerung behalten werden.

Hast du etwas Zeit für mich?
Dann singe ich ein Lied für dich
Von neunundneunzig Luftballons
Auf ihrem Weg zum Horizont
Denkst du vielleicht grad an mich?
Dann singe ich ein Lied für dich
Von neunundneunzig Luftballons
Und dass sowas von sowas kommt“

So begrüßte die Autorin Stefanie Wally die Deutsch-Leistungskurse der K1 zu einer Lesung ihres Buches „Akte Luftballon“. Im 2018 erschienenen Roman erzählt die gebürtige Dossenheimerin von ihrer Freundschaft mit Anke, welche nur durch einen kleinen, gelben Luftballon entstand, welcher im Jahr 1977 nicht nur eine enorme Distanz, sondern auch die Grenze zwischen BRD und DDR überwand. Mit sich trug er eine Karte, welche zunächst der Start einer Brieffreundschaft der Mädchen sein sollte.
Briefe werden zu Telefonaten, bis sich die Freundinnen schließlich eine Frage stellen: „Wieso können wir uns nicht besuchen?“
Denn während Anke und ihre Familie nicht in die BRD reisen dürfen, ist ein Besuch bei Anke auch für Stefanie nicht möglich. Der Grund: Ihre Mutter ist Sekretärin im Rathaus, also Teil des öffentlichen Dienstes weshalb weder sie noch ihre Familie in der DDR willkommen sind.
Auch im Jugendalter blüht die Freundschaft der beiden immer weiter auf. Und während Anke um ihren Studienplatz bangen muss, lernt Stefanie, dass sowohl Telefonate als auch Post zwischen den beiden regelmäßig von der Stasi überwacht werden.

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Stefanies Abschlussfahrt führt sie und ihre Klasse nach Ostberlin. So kommt es also am 22. Juni 1988 zum ersten Treffen der Freundinnen. Ebenso sollte dies nicht das letzte Treffen von Stefanie und Anke sein. Gelockerte Besuchsbedingungen ermöglichen es Stefanie, alleine in die DDR zu reisen. Einige Tage verbringt Stefanie mit Anke und ihrer Familie, jedoch ist Anke am letzten
Abend des Besuches betrübt. Man lasse sie nur studieren, wenn sie den Kontakt mit Stefanie abbreche. Jedoch, so erzählt sie Stefanie, wolle sie sich nicht erpressen lassen: „Nur, wenn nicht alle Menschen bei so einem System mitmachen, kann sich etwas ändern.“

Nachdem Ungarn seine Grenzen öffnet, möchte Stefanie ihre Freundin überzeugen, über das Land aus der DDR zu fliehen. Doch diese erzählt von Demonstrationen für eine grundsätzliche Veränderung des Systems. Besonders jetzt, wo sich endlich etwas ändere, könne sie nicht gehen. Im November 1989 werden auch in der DDR die Grenzen geöffnet. Ein Jahr später wird das Land schließlich wieder geeint.

Im Anschluss dürfen die Schüler Fragen an die Autorin stellen. Wir lernen, dass Anke durch die Wiedervereinigung doch einen Studienplatz
erhielt. Auch heute sind sie und Stefanie noch befreundet. Das Ende des Vortrags nutzt sie, um eine Nachricht von Courage und Hoffnung zu
vermitteln. In Zeiten, in denen Rechtsextremismus wieder salonfähig werde, solle man die Freiheit nicht als selbstverständlich nehmen.
Freiheit, Friede und Solidarität sind die Werte, an die Wally glaubt, weil ein kleiner, gelber Luftballon ihr den Weg dahin wies.
Das letzte Wort wollte sie nicht haben, weshalb eine Videobotschaft von Anke die Lesung abschloss.

Text: Nina, K1