"Der Medienwolf" am LÖWENROT - Medientraining in Klasse 6
„WhatsApp, TikTok und Roblox – Medien, aber sicher!“ lautet der Titel des Programms von Medienexperte Heiko Wolf, auch bekannt als „Der Medienwolf“.
Die Schüler*innen der Klasse 6 sitzen vor iPads und scannen QR-Codes an der Tafel. Denn los geht der Vormittag mit einer Umfrage rund um das Thema Handynutzung. Gefragt ist die Meinung der Kinder zu verschiedenen Bereichen und die Ergebnisse werden unmittelbar an die Tafel projiziert. „Ich sehe vor allem die Schlagworte Kommunikation, Musik streamen und spielen“, fasst der Medienpädagoge zusammen.
Weiter geht es direkt mit den individuellen Interessen. „Wer ist denn Dani Klieber?“, fragt ein Schüler in die Klasse. „Das ist eine Youtuberin, die macht Lifestyle-Content“, erklärt eines der Mädchen. Youtube- und TikTok-Videos rangieren ganz oben auf der Liste der Inhalte, die die Sechstklässler*innen konsumieren. Daneben natürlich Whatsapp und verschiedene Online-Spiele.
„Das klingt doch erstmal alles ganz schön, was man im Internet machen kann“, meint Heiko Wolf und schließt an: „Oder nicht?“ Er fragt die Klasse, ob sie auch Gefahren im Netz kenne. Viele melden sich und es fallen die Begriffe „Hater“, „Mobbing“ oder auch "fremde Menschen“.
Hier knüpft Wolf an und definiert „Cybergrooming“. Wie verhält man sich, wenn fremde Menschen schreiben, vielleicht Bilder verlangen oder ein Treffen?
Anhand von kurzen Videosequenzen wird den Kindern schnell klar: Das Netz birgt Gefahren. Die Schüler*innen lernen, wie wichtig es auch im Internet ist, Nein zu sagen. „Wenn euch etwas komisch vorkommt oder unangenehm ist, vertraut euch Erwachsenen an“, rät der Experte. Zusammen mit Vertrauenspersonen sollte Strafanzeige gestellt werden, um Täter*innen aus dem Verkehr zu ziehen.
Beim abschließenden Quiz zeigt sich, dass die jungen Internetnutzer*innen schon ziemlich fit sind beim Thema Medien und auch Wolf bestätigt: „Hier sitzt ein Klasse, die von zuhause schon viel mitbekommen hat.“ Dies habe er auch beim Elternabend so wahrgenommen. „Dass Eltern sich informieren und Kinder begleiten, ist das A und O“, erklärt er. Denn das passiere leider immer noch viel zu häufig nicht.
Wir bedanken uns beim Präventionsteam für die Organisation und bei unserem Förderverein, der die Schüler*innen-Workshops und den Elternabend mit 2000 Euro großzügig unterstützt hat.