Aus der Perspektive eines Sterns - Poetry Slam 2026
Jeden Sommer findet bei uns ein Poetry Slam, ein "Dichterwettstreit", statt. In diesem Jahr trugen Schülerinnen der Klassen 5-9 ihre Texte vor ausgewähltem Publikum vor und stellten sich dem Urteil einer vierköpfigen Jury.
Am Donnerstagnachmittag erlebten wir bei strahlendem Sonnenschein einen abwechslungsreichen open air-Slam. Es kamen Gedichte, aber auch Prosatexte unterschiedlichster Genres und Stimmungen zur Aufführung. Sogar drei Fünftklässlerinnen trauten sich vor Publikum und der Jury, bestehend aus Nina und Melvin (Abi 26) und den Lehrerinnen Frau Loos und Frau Pischel, zu performen.
Die Themen der Texte hätten unterschiedlicher nicht sein können: So sprach Melia über die "Gegenteilinsel", auf der alles, aber wirklich alles, verkehrt herum passiert, Greta dichtete über den Start an einer neuen Schule. Ellas Text handelte von Perfektion, während Sophie von Herrn Professor Müllers Maschine erzählte (alle Kl. 5).
Am Ende entschied Franziska aus der 6c mit ihrem Text "Glaub nicht alles, was du denkst!" in der Altersgruppe Kl. 5-7 den Slam für sich. In ihrem Text erzählte sie überzeugend von einer kleinen inneren Stimme, die versucht Selbstzweifel zu schüren, die aber am Ende besiegt wird.
In der Mittelstufe performte Sarah (Kl. 8) über das Thema Coolness ("Warum es sicht nicht lohnt, nonchalant zu sein") und musste sich am Ende nur knapp den Neuntklässlerinnen Mira und Irmak geschlagen geben. Da deren Texte in ihrer Unterschiedlichkeit so einzigartig waren, gewannen sie gemeinsam den ersten Preis - Mira performte im typischen Poetry Slam-Stil ein griffiges Gedicht ("Der letzte Schultag"), während Irmaks ausgesprochen origineller Text die außergewöhnliche Perspektive eines Sterns für sich beanspruchte.
Vielen herzlichen Dank allen Teilnehmenden und Frau Steimle für die Organisation dieses Events!