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Sommerferien-Geschichte aus Klasse 6

Sommerferienreif? Das sind wir jetzt alle. Immer eine gute Gelegenheit, kreativ zu werden.

So auch die 6c, die im Deutschunterricht zuerst Fantasietiere kreierte und diese dann in eigenen Gruppengeschichten zum Leben erweckte. In einer Geschichte kommen sogar fast alle dieser verrückten und eigenschaftsreichen Tierchen vor.

Lesen Sie selbst:

Das Chaos der Zukunft
- von Liviu, 6c

Vor langer Zeit gab es normale Waschbären. Doch heutzutage nicht mehr. Wir haben das Jahr 2105. Das Jahr, welches die gewöhnliche Tierwelt verändert hat. Wissenschaftler haben einen Weg gefunden, DNA von verschiedenen Lebewesen zu verändern. Zuerst fing alles klein an. Ameisen, die einen Millimeter größer gemacht wurden und so weiter, doch das eskalierte bald.

Walter und Diego
Als kleines Beispiel nehmen wir Walter und Diego. Walter war ein normaler Waschbär und Diego war eine normale Ente. Doch die Wissenschaftler haben sich ziemlich ausgetobt. Walter gaben sie zuerst eine menschliche Stimme, doch bald wurden seine Gene auch menschlicher. Er begann auf zwei Beinen zu laufen und sich wie ein klassischer Mensch zu fühlen. Und wie bei jedem Menschen machte er bedeutende Fehler. So viele, dass sie ihn Bäruschaostotalus nannten, kurz Chaosbär. Wegen seiner Fehler bestraften sie ihn. Walters kuscheliger Buschelschwanz wurde durch eine Schlange ersetzt – durch eine tote Schlange.

Und Diego? Ihm ging es super als Ente. Er hatte eine edle Familie und einen Wohnsitz. Doch die verrückten Wissenschaftler nahmen ihn mit. Sie ersetzten seine Haut durch Schuppen und sein Gehirn durch das einer Schlange. Das machte ihn wütend. Er war nicht mehr er selbst. Doch Walter, mit dem sich Diego angefreundet hatte, beruhigte ihn.
Wegen seiner Wut sahen die Wissenschaftler ihn als mächtige Waffe an. Also ersetzten sie seine Lungen durch feurige Flammenwerfer. Sie gaben ihm den Namen Duckusflamaus, auf gut Deutsch: Feuerente.

Der Plan
Eines Abends redete Diego plötzlich mit Walter in ihrer gemeinsamen Zelle. "Du, Walter", fragte er, "wann kommen wir hier raus?". "Ich wusste nicht, dass du sprechen kannst", bemerkte Walter überrascht, "aber rauskommen werden wir hier wohl nie." "Doch", antwortete Diego bestimmt, "wir werden einen Weg finden. Krieg das in deinen harten Titanschädel rein!" (Die Wissenschaftler hatten Walter nämlich einen Titankopf gegeben.) "Hast du denn eine gute Idee?", fragte Walter. Und Diego hatte eine großartige Idee.

Am nächsten Morgen versammelten sich alle Experimente in der mittelgroßen Aula. Mit Diego und Walter waren sie zu zehnt: das Glitzergiraffenhalseinhorn, der Buntalter, der Großaugenfisch, das Flügelschwein, der Skelettfisch, der Löwenhai, der Wissenschaftsteleporter-Drache, die Feuerente und der Chaosbär. "Toll, dass ihr alle dabei seid!", freut sich Diego, "Wir werden alle unsere Stärken nutzen."

Überraschende Hilfe
Diego erklärte einen Ausbruchsplan: "Die Wasserwesen Großaugenfisch, Skelettfisch und Löwenhai gehen durch die Lüftungsschächte. Ich habe sie mit Wasser gefülllt. Walter und Einhorn, ihr stellt den Strom aus. Der Drache und ich randalieren, damit sie euch nicht bemerken.  Durch den abgestellten Strom schaltet sich die Teleportsperre aus, dadurch können wir uns hinaus teleportieren."

"Wow", stellte der Skelettfisch beeindruckt fest, "guter Plan, aber ich wusste nicht, dass eine Ente so viel reden kann. Aber ein Problem gibt es noch: wie kommt Walter raus?" "Und was ist mit mir?", fragte das Einhorn, "bin ich euch etwa nicht wichtig genug, oder schön genug, oder groß genug, oder..." "Doch, du bist super", antwortet Walter genervt, "aber Skelettfisch spricht einen guten Punkt an: wie sollen wir anderen rauskommen?"

"Durch mich", bekundete eine unbekannte Stimme. Eine Silhouette trat aus dem Dunkel und es erschien eine überdimensionale Spinne. "Wer bist du?", fragte das Flügelschwein, "Und willst du Walter rausholen?" "Halloooo, ich exisitere auch noch", ärgerte sich das Einhorn. "Jammer nicht", entgegnete der Löwenhai, "Zurück zu unserem Gast: Wer bist du?" "Klebi van Glustav", stellte sich die Spinne vor und erklärte, "ich bin hier schon mal ausgebrochen, jetzt bin ich zurück, um euch zu helfen. Die Wissenschaftler wissen es nicht, die Kameras wurden schon abgeklebt." 

"Gut, dann wird Walter von Klebi getragen", plante Diego eifrig. "Ich sag jetzt gar nichts mehr", meinte das Glitzeraffeneinhorn beleidigt. Nach langem hin und her wurde beschlossen, dass das Einhorn sich mit dem Drachen teleportierten sollte. Alle Vorbereitungen waren getroffen.

Der Plan konnte beginnen.

Das Ausbruchschaos konnte starten.

Diego gab das Startsignal:

"Zeit für ein Entenchaos!"