Tag der freien Schulen 2025 mit der Landtagsabgeordneten Christiane Staab
Anlässlich des „Tags der Freien Schulen“ am 14. November, durfte die K1 die Landtagsabgeordnete Christiane Staab (CDU), zu einer rund 90-minütigen Fragerunde begrüßen.
Wie bereits in den vergangenen Jahren stand Frau Staab den Schülerinnen und Schülern für einen direkten Austausch und eine Diskussion aktueller politischer Themen zur Verfügung.
Nachdem sie sich und ihre Arbeit im baden-württembergischen Landtag in kurzen Worten vorgestellt hatte, wurde die Diskussionsrunde mit der Frage nach den aktuellen Chancen und Herausforderungen ihrer Arbeit eröffnet. Diesbezüglich äußerte sie allgemeine Herausforderungen wie den Ausbau der Infrastruktur, die Nutzung von Wohnraum sowie strukturelle Probleme im Bildungs- und Gesundheitssystem.
Lösungen bräuchten Zeit und Arbeit, entscheidend sei jedoch eine zügige Umsetzung sowie klare Rahmenbedingungen zu ermöglichen.
Daraus entwickelte sich ein lebendiger und facettenreicher Austausch, in dessen Verlauf insbesondere die Themen Digitalisierung im Bildungsbereich und Migration die zentralen Schwerpunkte bildeten.
Chancen und Gefahren der Digitalisierung
Besonders im Vordergrund stand die Digitalisierung an Schulen und die Frage, ob diese aus der Sicht der Landtagsabgeordneten eher einen Fluch oder einen Segen darstelle. Staab betonte, dass digitale Geräte durchaus Chancen und Relevanz darstellen und analoge Methoden weiterhin unverzichtbar bleiben würden.
Zeitgemäßer Unterricht brauche beides, sowohl das Schreiben mit Stift und Papier als auch digitale Werkzeuge, die Recherche, Visualisierung und Organisation erleichtern. Sinnvoll sei eine ausgewogene und altersgerechte Nutzung der iPads im Unterricht.
Kritische Auseinandersetzung mit Inhalten
In diesem Zusammenhang hob sie hervor, dass Schülerinnen und Schüler aufgrund der zunehmenden Relevanz lernen müssten, Algorithmen und Inhalte im Netz kritisch zu hinterfragen und bezeichnete dies als einer der wichtigsten Kompetenzen der Gegenwart.
Im Bereich der frühkindlichen Bildung, sprach sich die Landtagsabgeordnete klar gegen eine frühe Digitalisierung aus. Für Kinder im Kita-Alter seien Mimik, Empathie und direkte Interaktion grundlegend für die Entwicklung, was durch digitale Angebote nicht in der notwendigen Form geboten werden könnte. Digitalisierung sei in diesem Bereich somit weder prioritär noch pädagogisch notwendig, während die persönliche Beziehungsebene weiterhin im Mittelpunkt stehen müsse.
Breites Spektrum an Themen
Neben der Bildungspolitik wurden auch weitere Themen angesprochen, darunter die Migrationspolitik, den Umgang mit der AfD sowie die Bedeutung von Wahlen für unsere Demokratie.
Die Veranstaltung bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, politische Entscheidungsprozesse aus erster Hand kennenzulernen und sich mit aktuell politisch Relevanten Themen auseinanderzusetzen.
Wir bedanken uns bei Christiane Staab für den offenen Austausch und hoffen sie im nächsten Jahr erneut an unserer Schule begrüßen zu dürfen!