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Zehn Tage in Indien – Eindrücke eines Schüleraustauschs

Manche Reisen beginnen nicht erst am Flughafen, sondern viel früher: Nach monatelanger Planung, Vorfreude, Bangen um die rechtzeitige Erteilung der Visa und mehrere Onlinetreffen mit unseren Austauschpartner*innen begann am 21. Januar 2026 endlich unsere Reise nach Indien.

Zehn Tage verbrachten wir in Pune. Zehn unglaubliche Tage, die wir nie vergessen werden!

Tag 1

Nach einem langen Flug über Abu Dhabi landeten wir schließlich in Mumbai. Von dort fuhren wir mehrere Stunden mit dem Bus nach Pune. Schon diese Fahrt machte deutlich, wie anders Indien ist – und wie viel es zu entdecken gibt, denn wir sahen Affen am Wegesrand, überall wurde laut gehupt, wir fuhren an Slums und große Menschenmengen vorbei.

Nach unzähligen Stunden zwischen Flughäfen, Flugzeugkabinen und Busfenstern erreichten wir schließlich unsere Partnerschule, die Symbiosis School in Pune, eine Privatschule für Kinder von 6 bis 16 Jahren. Dort warteten sie schon: unsere Gastfamilien und Austauschpartner:innen. Das erste Aufeinandertreffen war ein Moment zwischen Anspannung und Neugier. Nach der offiziellen Begrüßung durch die Schulleitung machten wir uns – noch etwas aufgeregt – auf den Weg in unser Zuhause für die kommenden zehn Tage.

Doch die Nervosität verflog schneller, als wir erwartet hatten. Wir wurden mit offenen Armen empfangen, mit Umarmungen, kleinen Traditionen und ehrlichem Interesse an uns und unserem Alltag in Deutschland. Schnell merkten wir, dass dieser Austausch keine formelle Begegnung bleiben würde, sondern persönlich werden sollte.

Viele von uns lebten während dieser Zeit in großen, modernen Apartments oder sogar in Villen. Morgens wurden einige nicht etwa vom Schulbus abgeholt, sondern von einem Privatchauffeur zur Schule gefahren. Auch diese Erfahrungen waren Teil unseres Lernprozesses: Sie zeigten uns eine Lebensrealität, die sich nicht nur deutlich von unserer eigenen unterschied, sondern auch von vielen Vorstellungen, die wir zuvor mit Indien verbunden hatten. Spätestens in diesen Momenten wurde uns bewusst, dass der interkulturelle Austausch längst begonnen hatte.

Tag 2

Da am nächsten Tag wegen eines großen Fahrradrennens die Stadt gesperrt war und aus diesem Grund schulfrei war, verbrachten wir den Tag mit unseren Gastfamilien. Wir malten traditionelle Bilder, begangen mit einem Nachhaltigkeitsprojekt für die Schule, gingen shoppen, probierten Saris an und hatten viel Zeit, uns besser kennenzulernen. Besonders schön war, dass wir nicht einfach nur Gäste waren, sondern direkt in den Alltag eingebunden wurden. Viele von uns verbrachten den Tag draußen, genossen das warme Wetter, angenehme 28 Grad Celsius, und unternahmen kleine Ausflüge mit den Familien. Dadurch entstand schon sehr früh ein vertrautes Gefühl, das uns durch die gesamte Reise begleitet hat.

Tag 3
Am dritten Tag unternahmen wir einen gemeinsamen Ausflug zu einer Festung hoch oben auf einem Berg, Schauplatz mehrerer Schlachten. Wir wanderten, hörten Geschichten über Kriege sowie Könige und blickten von oben auf eine beeindruckende Landschaft.

Später besuchten wir eine Zeitungsdruckerei und bekamen Einblicke in den Journalismus in Indien. Das war für uns ein echter Perspektivwechsel, weil wir sehen konnten, wie unterschiedlich Medien und Alltag in verschiedenen Ländern funktionieren.

Tag 4

An diesem Tag besuchten wir ein modernes Museum in der Nähe von Pune, in dem sich alles um die Jain-Religion drehte. Wir lernten, welche Bedeutung Wissen und Seele für die Anhänger des Jainismus´ haben, sahen Tempelmodelle, Symbole und verschiedene Kunstwerke. Später meditierten wir gemeinsam. Diese ruhige Atmosphäre war für viele von uns eine neue Erfahrung und ein schöner Ausgleich zu den vielen lauten Eindrücken der Reise. Ein Zitat blieb uns besonders im Kopf: “The self is the knower and the knower is it’s self.” Dieser Gedanke passte gut zu diesem Tag, der viel mit Ruhe, Nachdenken und innerem Gleichgewicht zu tun hatte.

Tag 5

Während unseres Aufenthalts fand auch ein wichtiger Feiertag statt: der Republic Day, einer der bedeutendsten Feiertage Indiens. Die Menschen trugen die Farben der Nationalflagge und überall war eine besondere und feierliche Stimmung zu spüren. Morgens trafen wir uns deswegen an der Schule zu einer besonderen Versammlung, bei der wir zum ersten Mal den anderen Schüler:innen begegneten. Wir bemerkten schnell, wie anders die Schule funktionierte: Alle trafen sich auf dem Schulhof, wo die Kinder auf dem Boden saßen. Die Schulhymne und die Nationalhymne wurden gemeinsam gesungen, es waren besondere Gäste anwesend und traditionelle Rituale, unter anderem mit Kokosnüssen, wurden durchgeführt.

Später fuhren wir gemeinsam zum ökologischen Bauernhof der Eltern einer Austauschschülerin, wo wir herzlich empfangen wurden. Nachdem wir traditionelle Outfits angezogen hatten, bekamen wir eine Führung und erfuhren, wie dort alles frisch angebaut wird. Wir probierten verschiedene Früchte, backten Brot über offenem Feuer, ritten auf Ochsen und hatten gemeinsam sehr viel Spaß. Nach dem Mittagessen fuhren wir mit einem Traktor zu einem Museum, wo wir töpferten und Glas bemalten. Den Abend verbrachten wir wieder gemeinsam mit unseren Familien.

Weitere Tage
In den nächsten Tagen erlebten wir noch viele weitere spannende Dinge. Wir nahmen am Schulalltag teil, besuchten unter anderem die Deutschklasse, machten gemeinsam Yoga, besuchten ein Fort in Pune und einen berühmten hinduistischen Tempel, in dem ein goldener Elefantengott angebetet wird. Außerdem lernten wir ein Start-Up kennen, welches sich auf Nachhaltigkeit spezialisiert hat, denn sie stellen Taschen aus Bananenfasern her, um so Plastikmüll zu vermeiden. Außerdem bekamen wir in einem Filmmuseum an einem Filmset spannende Einblicke, wo wir sogar unseren eigenen kleinen Film drehen konnten.

Nachmittags hatten wir meist frei, unternahmen viel mit unseren neuen Freunden, hatten Spaß und lernten ständig Neues dazu. Mit jedem Tag wuchsen wir näher zusammen, sowohl untereinander als auch mit unseren Gastfamilien.

Abschied
Der Abschied kam nach vielen intensiven und besonderen Tagen schneller als gedacht und so feierten wir unseren letzten Abend im traditionellen indischen Stil auf der Dachterrasse einer unserer Familien: Wir trugen Saris, konnten Henna-Tattoos machen lassen, wurden von einem Privatkoch mit leckerem indischem Essen verköstigt und führten einen Tanz auf, den wir zuvor gemeinsam einstudiert hatten. Dieser Abend bleibt für uns alle unvergesslich.

Am Tag unserer Abreise präsentierten wir morgens unsere Projekte zum Thema Nachhaltigkeit, an denen wir in Teams die ganze Woche gearbeitet hatten.

Danach kam der Moment, der allen schwerfiel: der Abschied. Tränen, Umarmungen, Geschenke und das Gefühl, ein Stück Zuhause zurückzulassen. Über die Tage waren wir zu einer großen Familie zusammengewachsen, und genau das machte den Abschied so schwer. Diese zehn Tage, auf die wir uns monatelang gefreut hatten, waren auf einmal vorbei.

Auf der Rückfahrt nach Mumbai war es ruhig. Alle wussten, dass diese gemeinsame Zeit etwas ganz Besonderes gewesen war. Dieser Austausch war mehr als eine Reise. Er war Begegnung, Lernen und Familie zugleich.

Am 31. Januar kamen wir wieder in Deutschland an und wurden von unseren eigenen Familien am Flughafen in Frankfurt freudig empfangen. Trotzdem blieb das Gefühl, einen Teil von Pune noch bei uns zu tragen. Umso mehr freuen wir uns auf Juli 2026, wenn unsere Austauschpartner:innen zu uns kommen und wir uns wiedersehen können.

Ein großes Dankeschön geht an Frau Arnold und Frau Endres, die uns ein halbes Jahr auf diese Reise vorbereitet haben und uns begleitet haben, sowie an unsere Familien. Ohne sie wäre diese besondere Erfahrung nicht möglich gewesen.

Liya 

Unter dem Motto "Austausch bildet" fördert der Pädagogische Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz den Austausch im Schulbereich weltweit. Auch das LÖWENROT-Gymnasium wurde durch den PAD sowie das Goethe-Institut bei der Realisierung unserer Schulpartnerschaft und des Austauschs unterstützt.