Exkursion der ABI 16er zum CERN bei Genf

CERNAm 16. und 17. Juli führten die Schülerinnen und Schüler der Physikkurse eine Exkursion zum CERN (conseil européen pour la recherche nucléaire) durch. CERN ist eine der bedeutendsten internationalen Institutionen für physikalische Grundlagenforschung und hat vor drei Jahren durch die Entdeckung des Higgsteilchens weltweit Schlagzeilen gemacht.

CERNMorgens um 8 Uhr starteten wir (35 Schüler/innen und drei Lehrer: Herr Fahle, Herr Hoffmann und Herr Haslak) an der Schule zu unserem Ziel in 500 km Entfernung. Da die auf unserer Route liegende A5 zwischen dem Walldorfer Kreuz und Karlsruhe durch lange Staus fast unpassierbar war, nahmen wir eine Alternativroute über Germersheim und Straßburg und erreichten kurz nach 12 Uhr bei Basel die Schweiz. Über Bern und Lausanne fuhren wir weiter und kamen pünktlich um 15 Uhr am CERN an.

Dort hörten wir zunächst einen Vortrag von Gerfried (Jeff) Wiener, einem Freund von Herrn Hoffmann, über die physikalische Forschung am CERN. Der Vortrag war sehr lebendig sowie interessant gestaltet und wir bekamen auf all unsere Fragen kompetente Antworten. Hier erfuhren wir auch, dass der große Teilchenbeschleuniger LHC (Large Hadron Collider) seit Februar 2015 wieder in Betrieb ist und erst einmal bis Ende 2016 durchgehend laufen soll; aus Sicherheitsgründen dürfen während des Betriebs weder Mitarbeiter noch Besucher an den LHC und zu den großen Detektoren ATLAS, ALICE, CMS und LHCb.

Unter Leitung von Jeff Wiener und Julia Woithe haben wir in zwei Gruppen zwei verschiedene Einrichtungen im französischen Teil des CERN besucht, das CCC (CERN Control Center) und das AMS Control Center (AMS: Alpha Magnetic Spectrometer).

Vom CCC aus wird die gesamte LHC Anlage gesteuert und überwacht: der Betrieb der Beschleuniger, die Energieversorgung, das Heliumkühlsystem am LHC, die Zugangskontrolle und vieles mehr. An 50 000 Messpunkten in der Anlage werden jeden Tag etwa 2,6 Millionen Werte registriert und bearbeitet.

CERNAMS ist ein moderner Teilchendetektor, der an der internationalen Raumstation ISS montiert ist. Zu den Aufgaben von AMS gehört unter anderem die Suche nach Antimaterie im Weltall und nach Spuren von Dunkler Materie. Die Daten werden am AMS Control Center unter Leitung von Nobelpreisträger Sam Ting ausgewertet.
Nach unserem Besuch am CERN fuhren wir zu unserem Hotel in Divonne-les-Bains, einem sehr schönen Kurort etwa 20 km nordöstlich von Genf. Dort haben wir es uns bei einem guten Abendessen gemütlich gemacht.

Am nächsten Morgen gab es ab 7:30 Uhr Frühstück. Um 9 Uhr machten wir uns wieder auf den Weg. Unser ursprünglicher Plan war es, den „Globe” und „Mikrokosmos” zu besichtigen. Beide waren leider wegen Umbauarbeiten geschlossen. Wir sind dann in die Stadtmitte von Genf gefahren und haben dort um die Pont du Mont-Blanc den Genfer See mit dem Jet d’eau (sehr große Wasser-Fontäne) und die Stadt Genf selbst ein wenig kennen gelernt.
Um 11 Uhr machten wir uns auf den Rückweg nach St. Leon-Rot mit einem kleinen Umweg über Broc am Lac de la Gruyère. In Broc befindet sich die Schokoladenfabrik Cailler; dort wird eine der köstlichsten Schokoladen Europas hergestellt. Bei einer Führung durch das Maison Cailler haben wir erfahren, wie die Schokolade nach Europa kam und bis heute immer wieder verfeinert wurde. Nach der Führung gab es eine Dégustation: wir konnten alle Sorten von Schokolade und Pralinen kosten.
Nachdem einige von uns im Schoko-Shop Schokolade und Pralinen für Verwandte und Freunde gekauft hatten, setzten wir unsere Heimfahrt fort und erreichten über Bern, Rheinfelden, Freiburg und Germersheim kurz nach 19 Uhr unsere Schule.

Ein großes Dankeschön geht an unseren genialen Busfahrer Matthias und an unsere Physiklehrer, Herrn Fahle und Herrn Hoffmann, die uns diese einmalige Fahrt ermöglicht haben.

A.-L. Grimberg, S. Hunger, P. Machauer, V. Hoffmann

 

 

 

2015-10-12T08:09:13+02:0012.10.2015|MINT-Fächer|