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Rückblick der Dietmar Hopp Stiftung

von Donnerstag, 06.10.2018: Auch unser Schulträger, die Dietmar Hopp Stiftung,
blickt auf 20 Jahre LÖWENROT-Gymnasium zurück.

Wir bedanken uns noch einmal herzlich bei Dietmar und Oliver Hopp, die als Gesellschafter und Ehrengäste an unserer Feier teilnahmen. Insbesondere gilt unser Dank Dietmar Hopp, der das LÖWENROT-Gymnasium seit nunmehr 7 Jahren mit seinem nachhaltigen Engagement unterstützt.

Hier geht’s zum Bericht der Dietmar Hopp Stiftung. 

Logo der Dietmar Hopp Stiftung

Impressionen vom 20-jährigen Jubiläum

von Freitag, 14.09.2018: Sektempfang und Festakt im Harres St. Leon-Rot
Schulfest im und um das Schulgebäude mit musikalischem Programm, Mitmach-Aktionen und Streetfood-Market

Vom Privatgymnasium Leimen zum LÖWENROT-Gymnasium

1997

Am Anfang stand eine Idee.

Ein Lehrer besucht 1997 die CEBIT und beschließt, eine Privatschule zu gründen, die digitales Lernen durch IT-gestützten Unterricht bietet. Die Schülerinnen und Schüler sollen im Umgang mit Computern und ihren Anwendungen vertraut werden und diese sinnvoll zu besserem Lernen einsetzen. Jürgen Karsten, seit über 15 Jahren als Physik-, Informatik- und Mathematiklehrer am Englischen Institut (EI) in Heidelberg tätig, möchte diese Idee in die Tat umsetzen. Ein Glücksfall ist für ihn, dass der Oberbürgermeister seines Wohnortes St. Ilgen seine Idee unterstützt und innerhalb der Geschwister-Scholl-Schule ein ganzes Gebäude zur Verfügung stellt. Fachräume und Sporthallen werden durch die Stadt Leimen gestellt.

1998

So konnte 1998 das Privatgymnasium Leimen gegründet werden und mit 10 Schülern und sieben Lehrkräften unter der Leitung von Jürgen Karsten beginnen, der zugleich auch Inhaber der neu gegründeten gGmbH war.  Die Schule sollte unter dem Motto „Zukunft Schule“ neben humanistischer und christlicher Pädagogik die Schüler auf die Informationsgesellschaft vorbereiten. Da die Schüler aus einem größeren Einzugsgebiet nach St. Ilgen gelangen mussten und das nicht Aufgabe der Eltern sein sollte, fand sich mit dem am Ort ansässigen Bus-Unternehmen ‚Hoffmann Reisen‘ ein Partner, der auch heute noch zuverlässig für den Transport von über 700 Schülerinnen und Schülern sorgt. Schon damals reichte der schulinterne Busverkehr von Heidelberg bis Rauenberg und St. Leon-Rot, allerdings noch nicht bis in den Landkreis Karlsruhe (Östringen, Kronau, Waghäusel und Philippsburg) bzw. nicht bis Brühl, Ketsch und Schwetzingen.

1999

Auf den ersten Jahrgang 1998 folgten zwei Klassen des Jahrgangs 1999. Schülerzahlen und Lehrerkollegium wuchsen, und der Erfolg des „PGL“  hätte sich vor Ort fortsetzen können, zumal nach drei Jahren die staatliche Anerkennung und finanzielle Förderung gegeben war. Doch das vorhandene Schulhaus, bereits durch zwei Container ergänzt, reichte nicht mehr aus.

2000

Im Jahr 2000 führte die Suche nach einem größeren Gebäude nach St. Leon-Rot, denn der Bürgermeister der Gemeinde St. Leon-Rot sah die einmalige Chance und stellte ein Baugelände für ein neues Schulhaus zur Verfügung. Der Neubau wurde besiegelt.

2004

Jürgen Karsten verkaufte nach reiflicher Überlegung die Schule an einen neuen Träger, der überwiegend aus Eltern bisheriger Schüler bestand und einen kaufmännischen Geschäftsführer einsetzte. 2004 zog die Schule zunächst nach St. Leon-Rot in die Kastanienschule im Ortsteil Rot um. Die alte Volksschule musste durch zahlreiche Container auf dem Platz dahinter ergänzt werden. Im benachbarten Heim der katholischen Kirchengemeinde war es möglich, eine Schulmensa einzurichten, die Sportstätten stellte abermals die Gemeinde. In der „neuen Mitte“ der Gemeinde, Im Schiff 1, gegenüber Rathaus und evangelischer Kirche und neben dem großen Einkaufszentrum begann der Schulhaus-Neubau.

Das Busunternehmen Hoffmann sorgte auch am neuen Standort für den sicheren Schulbusverkehr eines weiter wachsenden Einzugsgebietes. Nicht nur der Umzug, vor allem auch der Schulhaus-Neubau mussten unter neuer Geschäftsführung bewältigt werden. Die Schule erlangte weitere Stabilität als mit Uwe Rahn ein neuer pädagogischer Leiter gefunden wurde.

2005

Das Schuljahr 2005 stand nun unter neuer Leitung und die Platzverhältnisse waren mit wachsenden Schülerzahlen mehr als beengt. Dennoch befand sich das Gymnasium in dieser Zeit in einer Aufbruchsstimmung, es wurden Zukunftspläne geschmiedet, während der Neubau des heutigen Schulgebäudes in vollem Gange war.

2007

Im Januar 2007 konnte dann das neue Schulhaus Im Schiff bezogen werden. Die Busse hielten fortan im Schulhof, und nur noch für den Sportunterricht war ein Verlassen des Schulgeländes erforderlich. Die Schülerinnen und Schüler, die teilweise den Beginn des PGL 1998 erlebt hatten, legten im Sommer 2007 alle erfolgreich das Abitur ab.
Geblieben war vom „alten PGL“ das Motto ‚Zukunft Schule‘. Das neu errichtete Schulhaus mit seinen drei Flügeln, die auch Grundlage des neuen Schul-Logos wurden, reichten schon bald nicht mehr aus, weil die Schule inzwischen vierzügig geworden war und jedes Jahr 100 neue Kinder die Schule besuchten.
So wurde das Gebäude um einen vierten Flügel erweitert. Außerdem wurde eine eigene Sporthalle, die „Dietmar-Hopp-Sporthalle“, durch Dietmar Hopp als Stifter ermöglicht.

Um den Schülerinnen und Schülern während der Schulzeit bis 16 Uhr oder direkt im Anschluss daran im Privatgymnasium  Instrumental- oder Gesangsunterricht zu ermöglichen, wurde die „Private Musikakademie“ (PMA) gegründet.

2008

Herr Rahn beschloss 2008/2009 in Weinheim ein eigenes Privatgymnasium zu gründen und wurde durch Herrn Willi Mann als Schulleiter ersetzt, übernahm aber die Tätigkeit des Geschäftsführers. Schülerzahl und dementsprechend auch das Lehrerkollegium wuchsen beständig. In dieser Zeit des Wachstums stand jeder Schuljahresbeginn für einen kleinen Neuanfang.

Herr Dietmar Hopp entschied sich dazu, die Schule mit seiner Stiftung zu übernehmen und einen personellen Neustart anzustreben.

2011/2012

Nach der Übernahme der Schule durch die Dietmar-Hopp-Stiftung 2011 und dem Ruhestand des Schulleiters Wilhelm Mann, kam 2012 eine „Doppelspitze“ mit Frau Hannelore Buchheister und Herrn Dr. Markus Hermann. Beide Pädagogen waren zuvor im Regierungspräsidium Karlsruhe in leitenden Funktionen tätig.

Das pädagogische Konzept erfuhr mit der Einführung des Fachs „Glück“ und der Umstellung auf eine 60-Minuten-Rhythmisierung zwei bedeutende Änderungen.

Statt Doppelstunden von zwei mal 45 Minuten wurden Schulstunden von je 60 Minuten eingeführt, die Mittagspause wurde verlängert, auch um Raum für die „Aktivitäten in der Mittagspause (AiMs)“ zu schaffen. Da die Konzentrationsfähigkeit nach 60 Minuten erfahrungsgemäß stark abfällt, ist dieser Rhythmus ein großer Vorteil und die Ausarbeitungszeit ist so für eine sinnvolle thematische Einheit mit 60 Minuten ideal bemessen und in den Unterricht eingebettet.
Das Konzept einer gebundenen Ganztagsschule, die nicht nur keinen Unterrichtsausfall kennt, sondern auch Kinder ohne Hausaufgaben um 16.00 Uhr nach Hause schickt, konnte damit optimiert werden.

Währenddessen wuchs und gedieh die Schülerschaft. Erfolgreiche Abiturjahrgänge, siegreiche Sportteams, außerunterrichtliche Angebote wie Theateraufführungen,  Klassenfahrten zu nahen und fernen Zielen, Exkursionen, Work-Shops und vieles mehr, was eine gute, ja außergewöhnliche Schule ausmacht, gehören inzwischen wie selbstverständlich dazu. Als sehr hilfreich erweist sich die gute Zusammenarbeit mit dem Golfclub St. Leon-Rot und „Anpfiff-ins-Leben“ der Dietmar Hopp Stiftung.

2017/2018

Im Frühjahr 2017 übergab Herr Rahn das Amt des Geschäftsführers Herrn Jörg Schmidt. Herr Schmidt ist nicht nur studierter Kaufmann sondern verfügt überdies über langjährige Führungserfahrung, insbesondere im Stiftungswesen. Zum Schuljahr 2017/2018 wurde dann noch Herr Ulrich Müller als neuer Schulleiter vorgestellt. Er baute eines der beiden Hochbegabtengymnasien in Baden-Württemberg auf und wechselte dann an eine Schule der Ev. Schulstiftung Württemberg. Seine langjährige Schulleitungserfahrung wird durch die erfahrenen zwei Stellvertreter Dr. Dirk Lutschewitz und Christine Stahl ergänzt.

Aus der Schulgemeinschaft heraus kam im vergangenen Jahr der Wunsch, den Namen „Privatgymnasium St. Leon-Rot“ durch einen neuen, identitätsstiftenden Namen zu ersetzen. In einem Findungsprozess über Preisausschreiben, an dem sich die gesamte Schulgemeinschaft beteiligen konnte, wurde von einer neunköpfigen Jury der Vorschlag einer Schülerin favorisiert, woraus der neue Namen „LÖWENROT-Gymnasium“ entstand.

Die Innovationsbereitschaft des Kollegiums lässt sich an der bereitwilligen Auseinandersetzung mit Themen der Schul- und Qualitätsentwicklung erkennen: noch in 2017 startete das Projekt „Lesson Study“, das im Unterrichtsgeschehen mehr den Lernfortschritt des Schülers als die Arbeit der Lehrkraft fokussiert. Viele Fachschaften waren sofort bereit, diesen neuen Weg auszuprobieren.

Blick in die Zukunft

Gleiches gilt für die Erarbeitung eines umfassenden IT-Konzepts. Gemeinsam mit der Hopp-Foundation in Weinheim wollen wir hier neue Wege der Mediennutzung implementieren, die letztlich den Schüler zu einem medienmündigen Lernenden werden lassen. Die Stiftung stellt alleine für die technische Ausstattung einen sehr großzügigen Betrag zur Verfügung.

Ein weiteres Projekt, das uns besonders am Herzen liegt, ist die Eröffnung eines Aufbaugymnasiums zum Schuljahr 2019/20 – in einer Eingangsklasse 11 sollen Schülerinnen und Schüler in einem neuen Profilfach aus den Bereichen Informatik, Persönlichkeitsbildung und Berufsbildung beschult werden und durch ein längeres Praktikum bei den umliegenden Bildungspartnern das Gelernte im Berufsfeld erproben. Gleichzeitig soll die Expertise der Bildungspartner in das Curriculum mit eingebettet werden – insbesondere dort, wo wir Lehrer in einem neuen Fach nicht so tiefe Kenntnisse besitzen können. Wir arbeiten daran, somit für Schülerinnen und Schüler nach der mittleren Reife – auch gerade für die Absolventen der Gemeinschaftsschulen – ein regionales Angebot anbieten zu können, das durch die wechselseitige Vernetzung mit den IT-Unternehmen ringsum diesen Zukunftsmarkt sichert, indem es unsere Schülerinnen und Schüler zukunftsfähig macht.

Aktuelles – 20 Jahr-Feier