Workshop Zivilcourage gegen Rechtsextremismus

Mut im Alltag beweisen

Ziel des Projekts Zivilcourage gegen Rechtsextremismus ist es „junge Menschen für die Gefahren rechtsextremistischer Bestrebungen zu sensibilisieren und eine werteorientierte, demokratische und zivilcouragierte Grundhaltung zu fördern.” Der Projekttag wird von der Baden-Württemberg-Stiftung ermöglicht und von der Landeszentrale für politische Bildung durchgeführt.

Mit dem Planspiel „Soundcheck” wurde die Teilnahme einer Band mit rechtsextremistisch angehauchten Texten an einem fiktiven Schülerwettbewerb diskutiert. Aufgabe war es, in verschiedenen Rollen sachliche Argumente für und gegen die Teilnahme der Band zu finden.

Die Schülerinnen und Schüler konnten sich schnell in ihre Rollen einfühlen und es entbrannte eine hitzige Diskussion, die von den beiden Leitern des Workshops moderiert wurde. „Ihr habt die Rollensituation sehr gut durchdacht”, lobten die Politikwissenschaftler.

Allein gegen eine Gruppe anzukommen fiel dabei schwer. Schnell wurde den Teilnehmern klar: „Wir müssen zusammenhalten und anderen zu Seite stehen, wenn sie eingeschüchtert werden.” Angst oder Gruppenzwang können nur gemeinsam bewältigt werden. „Man muss auch im Alltag genauer hinsehen. Mir war es neu, dass auch die Texte von Liedern rechtsextreme Inhalte rüberbringen können ohne, dass man es beim ersten Hören richtig wahrnimmt.”

Die neunten Klassen nahmen eine wichtige Erkenntnis mit aus dem Projekttag: gemeinsam Nein zu Rechtsextremismus zu sagen ist ein großer Schritt in Richtung Demokratie.

Bild Laufleiste: www.flickr.com/photos/malin156/4674939084/, 14.09.2012

2012-06-17T20:19:10+00:0017.06.2012|Deutsch/Gesellschaftswissenschaften|