Jeder kennt es, jeder liebt es, jeder macht es.

Ob im Alltag, mit Freunden oder geschäftlich.

Ob SMS schreiben, Bilder verschicken, Dateien versenden.

Was für unsere Generation nebensächlich erscheint und mit einem Knopfdruck ausgeführt ist, hat Jahre der Entwicklung gebraucht um so fehlerfrei zu funktionieren wie heute.

Die Rede ist von Datenübertragung und die Erkennung von verschlüsselten Daten im Internet.

Wie viel Aufwand tatsächlich hinter diesen Prozessen steckt, die doch so leicht auszuführen sind, dass durften nur die Schüler des PGLs, welche am 23. April 2012 den Vortrag von Herr Hübel besucht hatten, erfahren. Herr Hübel ist Dozent an der der dualen Hochschule Baden Württemberg und hat uns Schüler in einem eineinhalbstündigen Vortrag die komplexen Methoden der Datenverschlüsselung ganz einfach erklärt. Sein Vortrag beinhaltete jedoch nicht nur wie man Dateien versendet und codiert, um eine bestimmte Aussage in Zahlen oder Ziffern auszudrücken, sonder auch wie Fehler bei der Dateiübertragung entstehen und durch Überprüfungsmechanismen erkannt und vermieden werden können. 

Unter anderem wurde uns das Prinzip am Beispiel der ISBN Nummer (International Standart Book Number) erklärt. Herr Hübel zeigte, wie die Zahlenkombination eines solchen Codes zustande kommt und welche Bedeutung dabei der ersten sowie der letzte Ziffer zugewiesen wird.

Allein die Überprüfungsziffer, welche die letzte Zahl der ISBN Nummer darstellt und wie schon genannt, zur Überprüfung  des Codes da ist, erforderte geraume Zeit zur Erklärung.

Um Ihnen einen kleinen Vorgeschmack darauf zu geben, wie komplex die Verschlüsslung bzw. Übertragung der Daten in Ziffern ist, hier ein kleines Rechenbeispiel anhand der Prüfziffer:

Die Prüfziffer der ISBN-Nummer berechnet sich wie folgt:

Man multipliziere die erste Ziffer mit eins, die zweite mit zwei, die dritte mit drei und so fort bis zur neunten Ziffer, die mit neun multipliziert wird.

Man addiere die Produkte und teile die Summe ganzzahlig mit Rest durch 11. Der Divisionsrest ist die Prüfziffer. Falls der Rest 10 beträgt, ist die Prüf-“ziffer” ein “X”. Soviel zum theoretischen. Hier das praktische Beispiel:

Beispiel: ISBN 3-446-19313-[?]

3·1 + 4·2 + 4·3 + 6·4 + 1·5 + 9·6 + 3·7 + 1·8 + 3·9 = 3 + 8 + 12 + 24 + 5 + 54 + 21 + 8 + 27 = 162

162:11 = 14 Rest 8     Prüfziffer: 8

Somit ergibt sich die Prüfziffer 8 unsere ISBN Nummer.

Alles in allem war der Vortrag ein netter und interessanter Einblick in die Computertechnik von heute und beantwortet dazu auch die Frage vieler Schüler, wozu man im weiteren Leben jemals Mathe bräuchte.

2012-06-05T13:43:59+00:0005.06.2012|MINT-Fächer|