GFS

Gleichwertige Feststellung einer Schülerleistung

GFS2019-08-06T11:39:57+02:00

Project Description

Liebe Schülerinnen und Schüler,

die Antworten auf die folgenden Fragen helfen euch, bei der Erstellung eurer GFS möglichst reibungslos arbeiten zu können. Einen Zeitplan für eure GFS, der euch einen stressfreien Ablauf ermöglicht, findet ihr hier.

Was ist eine GFS?

Die GFS ist als ‚Gleichwertige Feststellung einer Schülerleistung‘ gleichwertig in den Anforderungen, dem Umfang, den Beurteilungskriterien sowie der Gewichtung einer Klassenarbeit. Sie dient der Schulung des eigenständigen Arbeitens, der Methoden- und Medienkompetenz. In der Unter- und Mittelstufe fertigt ein Schüler pro Schuljahr in Klasse 7 bis 10 eine GFS im Fach seiner Wahl an. Die GFS wird in unterschiedlichen Fächern je Schuljahr gehalten. In der Oberstufe werden in den 4 Halbjahren drei GFS gehalten. Die Fachlehrkraft muss bei der Präsentation der GFS anwesend sein. Unten findet ihr die Anforderungen der einzelnen Fächer.

Wie finde ich ein Thema?

Der Schüler ist für die Themenfindung selbst verantwortlich, kann aber durch die Fachlehrer/innen beraten werden. Dabei müssen die Themen der GFS die Unterrichtsinhalte sinnvoll ergänzen.
Bei Bedarf führen die Fachlehrer/innen ein Beratungsgespräch, nachdem der Schüler sich eingearbeitet hat. Hat der Schüler die schriftliche Ausarbeitung der GFS abgegeben, erfolgt keine weitere Beratung oder Rückmeldung vor der Präsentation (Ausnahme: schwere Betrugsfälle).
Wenn ein Schüler bis zu den Herbstferien kein GFS-Thema abgesprochen hat, entscheidet der Klassenlehrer in Absprache mit den Fachlehrern, in welchem Fach eine GFS angefertigt wird.

Wie wird die GFS bewertet?

In die Beurteilung fließen alle Teile der GFS in bestimmter Gewichtung ein (siehe Regelungen der einzelnen Fächer). Die Beurteilung richtet sich nach den stufenspezifischen Kriterien, die die Fachschaften für eine sehr gute, gute, befriedigende (etc.) Leistung festgelegt haben. Zu Notenabzug führen Fehler bei formellen Aspekten (z.B.: falscher Zitation) oder eine verspäteter Abgabe.

Regelungen bei Betrug oder Plagiat

Liegt ein Betrug/Plagiat vor, wird immer der Einzelfall geprüft.

Unter einem Betrug/Plagiat wird beispielsweise „copy und paste“ von ganzen Abschnitten und Textpassagen ohne die Nennung der Quelle verstanden. Die Schüler/innen sollen in der Regel die verwendeten Quellen in eigenen Worten wiedergeben; wörtliche Zitate und die Übernahme von Textstellen sollten sparsam verwendet werden (siehe „Wie zitiere ich“).

Regelung in der Oberstufe: Ein Plagiat im schriftlichen Teil führt zu 0 NP/ ungenügend für die gesamte GFS; wird das Plagiat vorab durch die Lehrkraft erkannt, wird die GFS mit 0 Punkten bewertet, der Vortrag wird nicht mehr gehalten; stellt sich das Plagiat erst nach dem Vortrag heraus, wird die Leistung im Nachhinein ganzheitlich mit 0 Punkten bewertet.

Euer GFS-Team: Amelie Aulich, Corinna Clemens, Stephanie Gassert, Sarah Haase, Gregor Hartmann und Maren Schulte

Wie ist eine GFS aufgebaut?

1. Präsentation

Jede GFS muss in Form eines Vortrags präsentiert werden. Jeder Präsentation folgt ein Kolloquium (wissenschaftliches Gespräch) durch den Lehrer, das zum Ziel hat zu prüfen, inwiefern der Schüler die Themenstellung verstanden und durchdrungen hat. Präsentation und Kolloquium werden ganzheitlich beurteilt. Im Extremfall kann eine sehr gute auswendig gelernte Präsentation mit mangelhaft oder ungenügend bewertet werden, wenn der Schüler Reproduktions- und Reorganisationsfragen nicht beantworten oder von ihm gebrauchte Fachbegriffe nicht definieren kann.

Zur Unterstützung des Vortrags kann eine PowerPoint-Präsentation erstellt werden. Folgende Grundregeln sind beim Erstellen von PowerPoint-Präsentationen zu beachten:

  • 5×5 Regel beachten (große Schrift)
  • Heller Hintergrund und dunkle Schrift
  • Keine unnötigen Bilder & Animationen
  • Keine unverständlichen Grafiken
  • Rechtschreibung und Zeichensetzung beachten
  • Letzte Seite der Präsentation = Quellenverzeichnis > Internetquellen mit Datum

2. Handout

Das Handout fasst die wesentlichsten Punkte der Präsentation zusammen. Dabei sollte das Handout auch nach längerer Zeit – außerhalb des direkten Kontextes der Präsentation – verstanden werden. Die wichtigsten Fakten, Daten und Erkenntnisse sollten übersichtlich aufgeführt werden.

Folgende Grundregeln sind beim Erstellen eines Handouts zu beachten:

  • Eine DIN A4-Seite
  • Stichpunkte, kein Fließtext
  • Aufzählungszeichen verwenden
  • wichtige Darstellungen/ Grafiken (evtl. verkleinert)
  • Fazit der Präsentation in bis zwei Sätzen
  • Quellen angeben (die wichtigsten reichen aus)

Hier findet ihr ein Beispiel für ein Handout.

WICHTIG:

Bei einer GFS, bestehend aus einer Präsentation und einem Handout, muss die „Versicherung der selbstständigen Anfertigung“ ausgedruckt, unterschrieben und am Tag der GFS dem Fachlehrer abgegeben werden. Bei einer GFS mit zusätzlicher schriftlicher Ausarbeitung stellt die Versicherung der selbstständigen Anfertigung die letzte Seite dar.

3. Schriftliche Ausarbeitung

Die schriftliche Ausarbeitung ist keine bloße Reproduktion, sondern vernetzt Erkenntnisse und fördert das eigenständige Denken. Dabei werden vorhandene Informationen aus Büchern oder Internetquellen genutzt. Diese sollen aber nicht einfach wiedergegeben werden, sondern in neue Zusammenhänge gestellt und weitergedacht werden.

Wie bibliographiere ich?

Bibliographieren

Die Erstellung eines Literatur- oder Quellenverzeichnisses nennt man Bibliographieren. In einem solchen Verzeichnis gibst du alle Quellen an, die du zur Ausarbeitung deiner GFS benutzt hast. Quellen werden in alphabetischer Reihenfolge nach den Nachnamen der Autoren angeordnet!

Die folgenden Regeln gelten bei der Übernahme von Äußerungen oder Gedanken anderer Autoren, aber auch von Diagrammen, Statistiken und Bildern in die eigene Arbeit. Sie müssen als Fußnote nachgewiesen werden, da sie das Urheberrechtsgesetz (geistiges Eigentum) berühren. Je nach Art der Quelle gibt es unterschiedliche Formen des Bibliographierens:

Ganzschrift: Ein Werk, das nur von einem Autor verfasst wurde
Name, Vorname: Titel. Verlag: Verlagsort und Jahr.
Beispiel: Bach, Adolf: Geschichte der deutschen Sprache. Quelle & Meyer: Heidelberg 1965.

Zeitschriftenaufsatz:
Name, Vorname: „Titel des Artikels“. In: Titel der Zeitschrift und laufende Nummer, Seitenangabe.
Beispiel: Paulsen, Susanne: „Unser Herz – neue Einsicht in das Organ des Lebens.“ In: GEO 04/2006, 148-174.

Sammelband: Mehrere Aufsätze werden in einem Buch zusammengefasst
Name, Vorname: „Titel“. In: Titel des Sammelbandes. Hg. v. Name der Herausgeber. Verlag: Verlagsort und Jahr, Seitenangabe.
Beispiel: Eysel, Ulf: „Sehen.“ In: Neuro- und Sinnesphysiologie. Hg. v. Robert F. Schmid und Hans-Georg Schaible. Springer: Berlin und Heidelberg 2000, 273-316.

Internetquelle: Auf vertrauenswürdige Quellen achten
Struktur: Link der Internetseite (Abrufdatum) > bei Videos inklusive Minutenangabe
Beispiel: www.dge.de (29.05.2011)

Abbildungen

Häufig werden in einer GFS Abbildungen (Fotos, Statistiken etc.) oder Tabellen verwendet, die aus einem Buch oder von einer Internetseite stammen. Jede dieser Abbildungen, die du in deiner GFS verwendest, erhält eine laufende Nummer, einen Titel und einen kurzen Hinweis auf die Quelle. Diese Quellen finden sich auch in Deinem Literatur- bzw. Quellenverzeichnis wieder.

Beispiel:

Abb. 1: GFS (Quelle: <https://www.hws-albstadt.de/fach/gfs/gfs.htm>, 27.10.2018)

Wie zitiere ich?

 1. Mögliche Zitierweisen

Wenn eine Textstelle aus einem Buch, Artikel oder von einer Internetseite wichtig erscheint und sie in der Arbeit eine zentrale Rolle spielt wird sie wörtlich zitiert. Um diese Übernahme zu kennzeichnen, setzt man sie in Anführungszeichen und gibt als Fußnote die genaue Fundstelle an. Man kann ganze Sätze, Satzteile oder einzelne Wörter zitieren. Kürzt man das Zitat ab, wird dies durch Auslassungspunkte […] gekennzeichnet. Auch grammatikalische Anpassungen werden durch die Ergänzung von Buchstaben in den eckigen Klammern gekennzeichnet (siehe unten).

Beim sinngemäßen Zitieren verweist man auf eine Textstelle, ohne sie wörtlich zu zitieren. Man gibt in eigenen Worten den Inhalt einer Textpassage wieder und gibt auch hier als Fußnote die Stelle an, auf die man sich bezieht. Gerade für längere Textpassagen ist dies sinnvoll.

Jedes Zitat sollte möglichst geschickt in den eigenen Text integriert werden!

„Der Müller bin ich”[1] so lautet die Antwort des Meisters auf Kantorkas Wunsch ihn zu sprechen. vorangestelltes wörtliches Zitat
Krabat erblickt am ersten Morgen in der Mühle „elf weiße Gestalten an seinem Lager”[2], die ihn begrüßen. eingebettetes wörtliches Zitat
Fontanes Roman beginnt mit der Beschreibung zweier Frauen, die in einer Kutsche sitzen: „Die links sitzende Dame von etwa dreißig […] war dann der anderen […] trotz ihrer hohen Fünfzig noch sehr gut aussehenden Dame beim Aussteigen behülflich” [3] nachgestelltes wörtliches Zitat mit Auslassung
„Dhimma”[4] lautet der Fachbegriff dafür. Zitat eines einzelnen Wortes
Die Autorin beschreibt mit vielen anschaulichen Details einen Bühnenauftritt von Mihaly Csikszentmihalyi. [5] sinngemäßes Zitieren: Die Fußnote beginnt mit Vgl. (Vergleiche)

2. Fußnoten

Der Aufbau von Fußnoten entspricht denen im Literaturverzeichnis. Wichtig ist vor allem, dass in einer Fußnote die genaue Seitenzahl eines Zitats angegeben wird.

Beispiel: Es war zunächst der Adel, der versuchte, „das Französische zu erlernen […].“[6]

Wird der gleiche Titel mehrfach verwendet, reicht es, bei späteren Fußnoten den Namen des Autors und die entsprechende Seitenzahl des Belegs zu nennen.

Beispiel: „Bis 1703 hatten sich 5690 französische Protestanten in Berlin niedergelassen und machten damit vielleicht ein Drittel der Bevölkerung dieser Stadt aus.“[7]


[1] Preußler, Otfried: Krabat. Dtv Verlagsgesellschaft: München, 13. Auflage 2016, S. 347.

[2] Preußler, Otfried: Krabat. Dtv Verlagsgesellschaft: München, 13. Auflage 2016, S. 349.

[3] Fontane, Theodor: Frau Jenny Treibel. Reclam: Stuttgart 1973, S. 5.

[4] Michalte-Leicht, Wolfgang u.a. (Hg.): Brennpunkte der Kirchengeschichte. Schöningh Schulbuch Verlag: Paderborn 2015, S. 228.

[5] Vgl. Schäfer, Annette: Menschenbilder: 20 große Persönlichkeiten der Psychologie, ihr Leben, ihr Werk. Beltz: Weinheim 2010, S. 36.

[6] Wells, C. J.: Deutsch. Eine Sprachgeschichte bis 1945. Niemeyer: Tübingen 1990, S. 296.

[7] Wells, S. 288.